Ihre Berichte vom neuen Zuhause

 

Hier wollen wir über Katzen aus unserem Heim berichten, die ein neues Zuhause gefunden haben. Wir würden uns freuen über unsere ehemaligen Schützlinge zu hören. Schicken Sie uns doch ein email mit ein, zwei Fotos an unsere Kontaktadresse. (office at katzenfreunde. at)

Hier geht es zu den Berichten

Cora nun Mimi- eine Erfolgsgeschichte

Nachdem ich vorigen Herbst meinen geliebten Kater krankheitsbedingt mit 7 Jahren einschläfern musste, war mir bald klar, dass ich diese Lücke wieder mit einem Pelzwesen auffüllen werde. Ich sah mich um und stieß im Katzenhaus auf die (damalige) scheue Cora, die aus Animal Hoarding stammte. Ihr schüchterner Blick auf dem Foto von unten hinauf erinnerte mich stark an die frühen Fotos der verstorbene Prinzessin Diana und damit rührte sie an mein Herz. Sie sollte in Einzelhaltung gehalten werden und man solle Geduld mit ihr haben. Das war mir nur recht, trauerte ich doch noch immer um meinen geliebten Willi. Cora zog also bei mir ein, verkroch sich hinter der Waschmaschine und ward nicht mehr gesehen. Meine anfänglichen Bedenken, sie würde hinter der Waschmaschine eintrocknen, zerstreute Fr. Dr. Kernstock: Nein, nein, nur in Ruhe lassen, sie wird schon kommen. Nach drei Tagen bemerkte ich kleine Spuren im Katzenkistchen und kleine Löcher im Futter. Hurra, die erste Hürde war überwunden. Diese Spuren vergrößerten sich von Tag zu Tag, obwohl ich von Mimi selbst noch nichts sah. Nach ungefähr 10 Tagen wurde es Mimi anscheinend hinter der Waschmaschine zu langweilig: spätabends, als ich lesend im Bett lag, bemerkte ich im dunklen Wohnzimmer 2 kleine leuchtende Punkte, die sich lautlos hin- und herbewegten und wieder verschwanden. Das Spiel wurde nun einige Abende fortgesetzt, ich im Bett, 2 leuchtende Punkte, die immer näher kamen, dazu 2 hellgefütterte Dreiecke darüber (die Ohren) und unten in der Mitte ein heller Fleck - das weiße Kinn. Mit leiser Stimme begann ich nun diesen Punkten und Flecken alles Mögliche zu erzählen und diese verharrten immer länger in der Nähe der Tür. Nach einigen Abenden ließ ich meine Hand aus dem Bett hängen und erzählte, dass diese ganz toll streicheln und kraulen könne - sie habe darin schon sehr viel Erfahrung. Mimi stürzte sich todesmutig mit ihrem Köpfchen in meine Hand und schnurrte, was das Zeug hielt. Danach wechselte sie zu ihrem neuen Hauptquartier im Schlafzimmerkasten auf die kuscheligen Decken und näher zu dieser Streichelhand. Sie bekam vom Streicheln gar nicht genug, trenste und schnurrte ganz laut. Endlich konnte ich sie mir in Ruhe anschauen: das war ja ein Prachtmädel - ein Schönheitspunkt mitten auf der Nase, große Rehohren, ein tolles weiß-schwarzes Bärtlein, rassige braune Haxn, ein beiges Bäuchlein und obendrein eine opernreifer Stimme. Nach einem halben Jahr haben wir uns jetzt sehr gut zusammengelebt, ich darf Mimi sogar kurz zum Kosen hochheben, dafür schläft sie bei mir unter der Bettdecke eng an meinen Bauch gekuschelt. Mach ich ihr keinen Platz, werde ich an den Haaren gezogen. Gegen Morgen wechselt Mimi schnurrend auf den Kopfpolster - für mich genügt ja das Plätzchen daneben. Sie hat einen gesunden Appetit und ebensolche Verdauung, liebt es mit diversen Bandln zu spielen (die ich mitunter von Taschen runterschneide und selbst häckle), auf meinem Schoß zu liegen und mit ihrem Schwanz vor meinem Gesicht herumzuwackeln (interessante Ansicht !) und mir laut plärrend von ihren Dingen zu erzählen. So wurde die scheue Cora zur lustig-plaudernden Mimi, der Königin meines Herzens !!
Ich danke der Tierpflegerin Fr. Hiebel für ihre guten Tipps bezüglich Mimi, die mir sehr geholfen haben und wünsche Fr. Dr. Kernstock noch weiterhin viel Erfolg mit ihren Projekten.

Cora früher

Mimi heute

 

Duffy und Marina (nun Mia und Amy )

Mia und Amy wollten unbedingt auch mal zu Wort kommen und berichten, wie's bei uns läuft:
Ein herzliches "Miau" aus unserem neuen Zuhause! Meine Schwester Mia und ich haben uns schon toll eingewöhnt und sind gerade dabei, unsere Dosenöffner noch enger um den Finger zu wickeln. Ich schmuse für mein Leben gern, und lasse mich auch gerne und so oft wie möglich mit Leckerlis verwöhnen. Mein Frauchen sagt immer zu mir, ich bin eine Taube im Katzenkostüm, weil ich ihr immer Abends erzähle, wie mein Tag war. Meine Schwester Mia ist immer noch eine kleine Prinzessin, die ihren Thron auf dem höhsten Regal der Wohnung gefunden hat, wo sie auf ihr Reich und ihre Bediensteten herabschauen kann. Auch sie geht ab und zu zu unserem Frauchen, um sich das königliche Bäuchlein kraulen zu lassen. Besuch mag sie aber ganz und gar nicht - im Gegensatz zu mir! Immer, wenn neue Leute durch die geheimnisvolle Tür im Vorraum hereinkommen, freue ich mich über die vielen Leckerlis, die sie mir bringen. Und im Gegenzug dürfen sie mir -ganz vorsichtig- ein paarmal über das Köpfchen streicheln. Mia interessiert die Audienz nicht die Bohne, sie bleibt auf ihrem Thron, beobachtet alles ganz genau und wartet, bis alle wieder weg sind. Im Großen und Ganzen gehts uns also recht gut hier - Frauchen tut alles, um uns glücklich zu machen und wir spielen dafür die (fast immer) lieben Katzis. Hier bleiben wir!
Gurrende Grüße,
Amy
Amy Mia
 

Bea

Guten Morgen,
wollte nur mal kurz mitteilen, dass Bea sich schon gut eingewohnt hat und schon sehr zutraulich ist. Bea ist unsere absolute Traumkatze, wir hätten keine, die besser zu uns passt, finden können. So eine Freude, so eine laut und dauernd schnurrende Katze, die gern auf Menschen zugeht! Bea geht es gut (und mit ihr auch uns). So kann es im Idealfall gehen, wenn man ein Tier aus dem Tierheim nimmt.
Nachtrag:
Jetzt hat es leider doch bedeutend länger gedauert, bis ich ein Foto von Bea bei uns schicken kann. Das Foto ist  für sich nicht sonderlich ästhetisch, aber einem Katzenfreund geht dabei das Herz auf, zu sehen, sie sehr diese Katze jede noch so abwegige Gelegenheit nutzt, Menschenkontakt zu haben. Bea hat sich großartig bei uns eingelebt und wir sind alle sehr verliebt in sie. Sie ist so eine anschmiegsam, menschenbezogen, turboschnurrige Katze. Ich habe schon viele Katzen selbst gehabt und auch viele andere gekannt, aber noch nie habe ich eine Katze gesehen, die so laut schnurrt. Oft reicht es schon, sie beim Namen zu nennen, um sie zum Schnurren zu bringen! Mittlerweile darf sie auch schon raus und tut das auch wirklich gern und oft. Da haben sich offensichtlich die richtigen gefunden! Eitle Wonne rundum, eine eindeutige win-win-Situation. Ich hoffe, dass es alle Katzen bei Ihnen so gut erwischen, wie Bea es mit uns (und wir es mit ihr) erwischt hat.
Besten Dank, alles Liebe weiterhin für ihr Engagement für Katzen.

 

Moritz und Sophie

Sehr geehrte Frau Dr. Kernstock.

Wie versprochen sende ich Ihnen die Bilder von Moritz und Sophie mit einer kleinen Geschichte.
Als der Gefährte von Julius plötzlich verstarb, wurde unser Kater immer trauriger, ja richtig apathisch. Da Julius Katzen über alles liebt, suchten wir nach einen neuen "Gefährten" für uns und Julius. Also wendeten wir uns an das Haus der Katzenfreunde, von wo aus gleich zwei Katzen in unser Haus zogen. Moritz und Sophie ein Geschwisterpärchen, geboren 2009. Unser roter Kater, immerhin schon14 Jahre, verstand sich auf Anhieb sofort mit den beiden Katzen. auch die 2 jungen Katzen zeigten sich sehr kooperativ. sie verstehen sich alle drei prächtig.
SOPHIE - das Tigerkätzchen ist äußerst lebhaft, bringt Radiergummi, Haarbänder, Papierknäulchen und fordert uns lautstark zum Spielen auf - auch nachts.
MORITZ - der wunderschöne schwarzglänzende Kater ist etwas zurückhaltender, aber sehr verschmust. Er zeigt eine Vorliebe für Oliven und im Sommer bringt er uns Nacktschnecken aus dem Freigehege ins Haus. Eine etwas sehr ungewöhnliche Art so klebrige Dinger als Geschenk zu bringen. Wir nehmen´s gelassen und schmunzeln darüber. Das Freigehege mit Baumstämmen und Stufen usw. wird zu jeder Jahreszeit in Anspruch genommen. Mittlerweile hat sich Sophie in unseren "alten Kater Julius" verliebt, wie man aus den Fotos ersehen kann. Wir lieben unsere Katzen über alles und sind sehr glücklich, dass wir so tolle Tiere gefunden haben. Übrigens - JULIUS der rote Kater ist auch eine "SEELE". Ihn wollte keiner haben. So ist auch er zu uns gezogen.

Ihnen Frau Dr. Kernstock wünschen wir viel Erfolg bei Ihren Projekten und möchten uns bei Ihnen bedanken, dass wir so liebe, äußerst gutmütige und lustige Katzen bekommen haben. Mit freundlichen Grüßen

 

 

Zeus

Guten Tag,
 
Spät, aber doch möchte ich Ihnen von Zeus berichten, den ich im Jänner 2009 aus dem Katzenheim geholt habe. Er ist eine dieser ca.30 Katzen von einer Animal Hoarderin aus dem 13.Bezirk. Die ersten 4 Wochen hat Zeus nur unter der Küchenzeile gelebt, und ist nur in der Nacht kurz hervorgekommen um zu fressen und um aufs Klo zu gehen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt zwei andere Katzen, Kitty, eine weiße Orientalin und Murphy, einen schwarzen Hauskater. Beide sind unkomplizierte, verträgliche Tiere. Ganz langsam hat Zeus die ganze Wohnung erobert, immer ängstlich und bereit, sich wieder unter den Möbeln zu verstecken. Aber irgendwann war das Eis gebrochen, und er hat mit den anderen gespielt, hat die Kratzbäume erobert, und hat gelernt, daß man im Bett besser schläft als in einem Katzenkorb. Nach über 2 Jahren ist er jetzt soweit, dass ihn sogar Besucher zu Gesicht bekommen, aber streicheln lässt er sich von Fremden nicht. Er tollt mit den anderen Katzen ausgelassen durch die Wohnung, und beobachtet gerne die Vögel auf der Terrasse. Anbei auch ein paar Fotos von ihm. Ich habe nie bereut, eine Problemkatze aufgenommen zu haben, es ist ein tolles Erlebnis, zu sehen, wie sich so ein Tier eingewöhnt und immer mehr beginnt, ein normales Leben zu führen.
 
Liebe Grüße
 

nach oben