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Liebe Frau Doktor
Kernstock !
Ich wollte Ihnen
schon lange meine Erfolgsstory schreiben – vielleicht
als Motivation für andere Katzenbesitzer !
Sie kennen doch unsere 2 Katzen Gino (der optisch
kleinere) und Tommy, der Größere. Gino haben wir ca ½
Jahr vor Tommy bekommen, er ist also der Erste. Nun
kennen Sie ja bei den diversen Untersuchungen der
Beiden, meine Klage, dass Tommy unsauber ist. Am
liebsten hatte er den Schafwollteppich (wobei ich
glaube, der Teppich hat schon einen eigenen Geruch),
aber Tommy benutzte auch den Keller, bzw. die
Waschküche. (Letzteres hat mir natürlich weniger
berührt, ist aber auch nicht in Ordnung). Tommy machte
seine Notdurft nicht jeden Tag, aber doch so in der
Woche 1-2 Mal ! Ja, eines habe ich vergessen: beide
Katzen können den ganzen Tag durch eine Katzentür auch
ins Freie !
Nun, alle Katzenbesitzer wissen, dass es nicht lustig
ist, wenn eine Katze unsauber ist , jedes Mal, wenn ich
glaubte, Tommy ist in der Nähe vom Teppich, sprang ich
schon auf und schaute nach. 3 Mal ist „nichts passiert“,
aber das 4. Mal ! Es war zum verzweifeln ! Tommy mied
die 3 ! Katzenklos – musste öfters sogar bei seinem
Kisterl vorbeigehen ! und entdeckte eine Ecke weiter weg
! Aber ich wollte ihn auf keinen Fall hergeben – es war
sogar schon so weit, dass ich zu meinem Mann sagte „Wenn
du Tommy hergibst, geh ich mit ! (Ich war natürlich
davon fest überzeugt, dass mich mein Mann nicht los
werden wollte !
Ich nahm mir die Zeit und studierte die 2 Katzen !
Gino, der kleinere, zarte, und vor allem der Erste, war
der Dominante ! Wenn er von Draußen kommt, dann macht er
sich sofort im Wohnzimmer mit lauten Miaus aufmerksam:
seht her, ich bin wieder da ! Natürlich wird er sofort
auf den Arm genommen und gelobt ! Und Gino kann sehr
laut schnurren ! Gino kann auch um sein Futter betteln,
und das lauthals ! Obwohl Futter in der Schüssel ist,
aber das ist offensichtlich nicht seines ! Er kann so
laut schreien, dass ich ihm natürlich sein Leckerli gebe
(Übrigens macht er das nur bei mir, und nicht bei meinem
Mann)
Tommy, der Größere, ist der ausnehmend Stille. Wenn
Tommy vom Freien kommt, merkt man/frau ihn erst viel
später, wenn überhaupt. Er wandert die Stiegen rauf ins
Wohnzimmer und legt sich dann in den großen Blumentopf.
Wenn ich ihn dann bemerkt habe, hat er natürlich auch
seine Streicheleinheiten bekommen. Tommy bettelt nicht,
sondern schaut nur. Eigenartigerweise konnte oder wollte
Tommy auch nicht schnurren, wenn ich ihm auf dem Arm
nahm !
So, und nun habe ich den „Spieß“ umgedreht. Meine größte
Aufmerksamkeit war Tommy (musste natürlich vorsichtig
sein, dass Gino nicht dabei war, und wenn, habe ich mich
dann auch mit ihm beschäftigt). Ich habe Tommy laut
gelobt, habe ihm Leckerli auf dem Boden „geschossen“,
damit er nachlaufen kann. Und – jedes Mal in der Früh,
bevor ich ihm das Futter hingestellt habe, habe ich ihm
ins Kisterl gesetzt und gestreichelt. Die ersten Tage
hat er mich verdutzt angeschaut. Dann ist er auf einmal
– nachdem ich ihn wieder einmal reingesetzt habe –
tatsächlich sitzen geblieben und hat seine Notdurft
verrichtet. Das Lob war natürlich im Übermaß !
Streicheln, Leckerli – na und „so ein braver Tommy“ !
Und jetzt startet er schon freiwillig nach seinem
Frühstück in das Kisterl ! Sein Lob und seine
Streicheleinheiten folgen natürlich ! Ich habe auch
gemerkt, dass sich Tommy in seiner Art gewandelt hat !
Er ist jetzt lebendiger, miaut auch schon hie und da,
wenn er kommt (ich bin da !) und schnurrt auch schon ab
und zu ! Ich denke, es durfte ihn wirklich die
verstärkte Zuneigung gefehlt haben ! ? Übrigens: „Rein“
ist Tommy nun seit 3 Monaten – und ich glaube, ich hab´s
geschafft
Ich habe Ihnen dies deshalb geschrieben, weil ich denke,
vielleicht ist es ein guter Tipp für all jene, die
ähnliche Probleme haben ! Vielleicht lässt sich mein
Rezept nicht vervielfachen, aber es kann für manche
hilfreich sein !
Ganz liebe Grüße !
N.S: Ich habe vergessen zu schreiben, dass die 2 Katzen
sehr harmonieren – Gino, der Kleine, „schmeisst“ sich
oft mit seinem Körper auf Tommy und schleckt ihn
genüsslich ab – und Tommy lässt es sich gefallen !
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